Sind wir nicht alle irgendwie damit beschäftigt den Jungen zu finden der den Vostellungen entspricht wie man sie damals aus Märchen kannte? Daran muss ich denken wenn ich mir die letzten Wochen ansehe.
Mein Leben in ein modernes Märchen gefasst:
Vor nicht all zu langer Zeit, als die Handys schon nicht mehr weg zu denken waren, alle nurnoch über Internet "sprachen" und das ganze Leben nur noch online stattfand, gab es ein Mädchen,welches noch nicht ganz so süchtig und abhängig war wie alle anderen.
Es kam mit der Zeit dass sie auf eine höhere Schule ging und nicht mehr zu Fuß oder mit dem Fahrrad den Schulweg antreten konnte, so musste sie den Zug nehmen.
Sie hasste Menschenansammlungen und fragte sich immer wie es wohl wäre, wenn der Bänkertyp dort vorne einfach mal mit der Bürodame, welche jeden Morgen neben ihm am Bahnsteig stand, einfach mal reden würde, anstatt dass sie einen Halben Meter nebeninander dastanden und auf ihre Handys starrten.
Sie beobachtete wie alle diese Menschen nebeneinader standen und jeder für sich isoliert war, Dabei war sie doch auch ein Teil, sie stand dort auch jeden Morgen mit Musik in den Ohren und starrte auf ihr Handy, wo nichts Wichtiges stand.
Das Mädchen überlegte den Bann zu brechen, es müsste schließlich irgendwo an einer Ecke anfangen.
Sie wusste wen sie am liebsten einmal ansprechen wollte...aber war viel zu schüchtern.
So kam es eines Tages, dass sie auf dem nach Hause Weg von einem Jungen überholt wurde, dieses bog schließlich bei der nächsten Straße ab, sie lief weiter und bog eine weitere Straße ab. Da erschien wie aus dem nichts ebenfalls wieder dieser Junge, er lief auf der anderen Straßenseite und bog die nächste Straße wo, das Mädchen auch hinlaufen musste, ab somit musste sie wohl oder übel hinter ihm her laufen.
Als dies bei all den anderen Straßen so weiterging, konnte das Mädchen kaum noch an sich halten und begann zu grinsen...je nachdem auf welcher Straßenseite der Junge oder sie lief, je nachdem überholten sie sich immer wieder gegenseitig.
Das Mädchen holte ihr Handy heraus und versuchte nicht mehr darauf zu achten, doch es ging nicht, sie grinste den gesamten Weg über, bis der Junge schließlich an einem Haus halt machte.
An der Tür drehte er sich um und beide blickten sich in die Augen. Er verwirrt und das Mädchen grinsend und mit roten Backen. Sie sah schließlich weg und ging nach Hause.
Der nächste Tag brach an und es kam wie es kommen musste. Der Junge überholte das Mädchen, bog die straße ab, das Mädchen lief weiter, er bog hinter ihr in die selbe Straße hinein und sie liefen gleichauf, er auf der einen sie auf der anderen Straßenseite.
Das Mädchen erkannte ihn sofort und so war es schwierig für sie, dass sie nicht in peinliches Lachen verfiel.
Der Junge blickte an der Haustür wieder völlig entgeistert und das Mädchen hielt sich einigermaßen mit dem Lachen zurück.
Da aller guten Dinge bekanntlicher weise 3 sind, kam es am dritten Tage zur selben Situation.
Er überholte, das Mädchen, das Mädchen den Jungen, dann liefen sie gleichauf, die nächste Abzweigung kam und das Mädchen hatte den Weg unklugerweise so gewählt, dass sie ausgerechnet genau zum selben Zeitpunkt den Weg des Jungen keuzen musste um mit ihm in die nächste Straße abbiegen zu können.
Das Mädchen dass sich kaum noch beherrschen könnte über den weiteren Zufall, den Jungen zu sehen, nahm die Musik auf den Ohren, atmete tief durch und sprach den Jungen an:
" Denke ja nicht, dass ich dich verfolge"
Dabei musste sie so sehr lachen dass sie sofort peinlich berührt rot anlief und sich nochmehr schämte.
Der Junge und sie verfielen unerwarteter Weise in ein amüsantes Gespräch. Sie verabschiedeten sich:
" Bis vielleicht ein ander' Mal"
Jeder ging seinen Weg und sie kannten des anderen Vornamen, doch keiner hatte dran gedacht nach dem Nachnahmen zu fragen.
Es vergiengen Tage bis zu einigen Wochen bis sie sich wiedersahen und sich wieder unterhielten udn sich verabschiedeten und wieder wusste keiner den anderen nach dem Nachnamen zu fragen.
Schließlich trafen sie wieder und es klappte.
Seit dieser Zeit sehen sie sich fast täglich und wenn sie nicht gestoben sind, dann treffen sie siech auch noch heute...
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